Magnetresonanztomographie, MRT


Mit einem starken Magnetfeld und Radiowellen werden Wasserstoffkerne im Körper in Bewegung gebracht. Die Bewegungsänderungen werden mittels Computer zu Bilder umgerechnet. Damit können exzellente Weichteildarstellungen erreicht werden. Es kommt keine Röntgenstrahlung zum Einsatz.

Durch Rechenprozesse werden hochwertige Schnittbilder des Körpers erzeugt, mit denen sich besonders gut und genau krankhafte Prozesse an praktisch allen Organen des Körpers abbilden lassen. Dabei können schon frühzeitig Veränderung durch Entzündungen oder Stoffwechselstörungen erfasst werden.

Bei einigen Untersuchungen wird die Aussagekraft durch die Gabe eines paramagnetischen und sehr gut verträglichen Kontrastmittels verbessert. Bei eingeschränkter Nierenfunktion und Allergieneigung muss im Einzelfall über die Kontrastmittelverwendung entschieden werden. Erkrankungen der Schilddrüse stellen keine Einschränkung dar.

Wann kommt die Untersuchung zum Einsatz?

Mittels MRT können praktisch alle Organe und Körperregionen untersucht werden (Kopf, Hals, Bauch mit Leber, Nieren, Bauchspeicheldrüse, Gallenwege, Genitalorgane, Darm, Gelenke, Wirbelsäule, Gefäße, weibliche Brust, Herz).

Was ist zu beachten?

Während der Untersuchung entstehen im Gerät laute Geräusche, deshalb bieten wir Ihnen Kopfhörer und Musik nach Ihren Wünschen an.

Die Untersuchung dauert zwischen 20 bis 40 Minuten.

Bei Untersuchungen des Bauches müssen Sie 30 bis 60 Minuten vor Untersuchungsbeginn eine kontrastmittelhaltige Flüssigkeit trinken, nach der Untersuchung besteht ein Fahrverbot für 24 Stunden, da Sie ein Medikament bekommen, welches die Darmbewegung hemmt und die Sehtüchtigkeit einschränkt. Lassen Sie sich ggf. von einer Begleitperson abholen.

Auch wenn keine Röntgenstrahlen zum Einsatz kommen, informieren Sie uns, wenn Sie schwanger sind oder stillen.

Wenn Sie zur Empfängnisverhütung eine sog. Spirale in der Gebärmutter haben, sollten Sie zur Kontrolle der korrekten Lage nach dem MRT Ihren Frauenarzt aufsuchen.

Laborwerte (Kreatinin, GFR) sind mitzubringen, wenn Sie älter als 60 Jahre sind oder eine Einschränkung der Nierenfunktion bekannt ist.
Bringen Sie ggf. vorhandene Befundberichte, Ihren Allergiepass und Ihre Medikamentenliste mit
Wenn Sie wegen Platzangst Bedenken haben, kann die Gabe eines leichten Beruhigungsmittels helfen.

MRT ist nicht geeignet für:

Träger von Herzschrittmachern, Insulin-/Schmerzpumpen, Innenohrimplantate und Clips im Gehirn

Bei einigen künstlichen Herzklappen (bringen Sie Ihren Herzklappenpass mit).

Bis 6 Wochen nach Einsetzen eines künstliche Gelenkes und nach operativer Versorgung von Knochenbrüchen mit Nägeln, Schrauben, Drähten.

Bei im Körper befindlichen Metallsplittern muss im Einzelfall über die MR-Fähigkeit entschieden werden.
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